Das Alphabet und grundlegende Rechtschreibung in grammatischen Formen
Das deutsche Alphabet hat 26 Grundbuchstaben plus ä, ö, ü und ß. Grammatische Formen verändern oft die Schreibweise: Umlaut im Plural, Großschreibung bei Nomen und Endungen bei Verben und Artikeln.
- der Apfel – die Äpfel
- ich lerne, du lernst
- Deutschland/Österreich: Straße – Schweiz: Strasse
Achtung: Nomen werden im Deutschen immer großgeschrieben: "ich kaufe ein Buch", nicht "ein buch".
Personalpronomen: ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie/Sie
Personalpronomen ersetzen Personen oder Dinge. "Sie" mit großem S ist die höfliche Anrede für Singular und Plural; "sie" kleingeschrieben bedeutet entweder 3. Person Singular feminin oder 3. Person Plural.
- Ich komme aus Berlin.
- Sie ist Lehrerin.
- Kommen Sie aus Deutschland?
Achtung: Verwechsle nicht "sie" und "Sie": Die Großschreibung ändert die Höflichkeitsform.
Das Verb sein im Präsens
"Sein" ist eines der wichtigsten unregelmäßigen Verben. Es verbindet das Subjekt mit einer Eigenschaft, Identität, Herkunft oder einem Ort.
- Ich bin müde.
- Er ist Arzt.
- Wir sind zu Hause.
Das Verb haben im Präsens
"Haben" drückt Besitz, Beziehungen, Bedürfnisse und viele feste Wendungen aus. Es ist außerdem später wichtig für das Perfekt vieler Verben.
- Ich habe ein Auto.
- Sie hat zwei Brüder.
- Wir haben heute keine Zeit.
Regelmäßige Verben im Präsens
Regelmäßige Verben bilden das Präsens mit Stamm + Personalendung. Der Stamm bleibt normalerweise gleich, die Endung zeigt die Person.
- ich lerne, du lernst, er lernt
- wir wohnen, ihr wohnt, sie wohnen
- Ich mache Kaffee.
Wichtige unregelmäßige Verben im Präsens
Einige häufige Verben ändern im Präsens den Stamm, besonders in der 2. und 3. Person Singular. Diese Formen muss man als Muster lernen.
- ich fahre – du fährst – er fährt
- ich gebe – du gibst – sie gibt
- ich lese – du liest – er liest
Achtung: Die Stammänderung passiert meistens nur bei "du" und "er/sie/es", nicht bei "ich" oder "wir".
Trennbare Verben im Präsens auf Grundniveau
Trennbare Verben bestehen aus einem Präfix und einem Verb. Im Hauptsatz steht der konjugierte Verbteil auf Position 2, das Präfix am Satzende.
- Ich stehe um sieben Uhr auf.
- Sie ruft ihre Mutter an.
- Wir kaufen heute ein.
Achtung: Im Hauptsatz wandert das Präfix ans Ende: "Ich aufstehe" ist falsch; richtig ist "Ich stehe auf".
Satzklammer auf Grundniveau
Die Satzklammer entsteht, wenn ein Teil des Verbs vorne und ein anderer Teil am Ende steht. Das ist zentral für Modalverben, trennbare Verben und das Perfekt.
- Ich kann heute nicht kommen.
- Er steht früh auf.
- Wir haben Pizza gegessen.
Aussagesatz: Verbposition 2
In deutschen Hauptsätzen steht das konjugierte Verb auf Position 2. Position 1 kann das Subjekt, eine Zeitangabe, ein Ort oder ein anderes Satzglied sein.
- Ich lerne Deutsch.
- Heute lerne ich Deutsch.
- In Berlin wohnt meine Schwester.
Achtung: Position 2 bedeutet nicht immer "zweites Wort", sondern das zweite Satzglied.
Ja-Nein-Fragen: Verbposition 1
Bei Ja-Nein-Fragen steht das konjugierte Verb am Anfang. Die Antwort ist normalerweise "ja", "nein" oder "doch" plus ein kurzer Satz.
- Kommst du morgen?
- Haben Sie Zeit?
- Ist das dein Buch?
W-Fragen: wer, was, wo, wann, warum, wie, wie viel, wie viele
W-Fragen beginnen mit einem Fragewort. Danach steht das konjugierte Verb, dann folgen Subjekt und weitere Satzteile.
- Wo wohnst du?
- Wann beginnt der Kurs?
- Warum lernst du Deutsch?
Negation mit nicht
"Nicht" verneint Verben, Adjektive, Adverbien, Präpositionalgruppen oder ganze Aussagen. Seine Position hängt davon ab, was genau verneint wird.
- Ich komme nicht.
- Das ist nicht teuer.
- Sie wohnt nicht in Hamburg.
Negation mit kein
"Kein" verneint Nomen mit unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel. Es wird wie ein Artikel dekliniert und steht direkt vor dem Nomen.
- Ich habe kein Auto.
- Das ist keine Frage.
- Wir kaufen keine Äpfel.
Achtung: Bei Nomen sagt man oft "kein", nicht "nicht ein": "Ich habe kein Fahrrad".
Bestimmte Artikel: der, die, das
Bestimmte Artikel benutzt man, wenn die Sache bekannt, eindeutig oder schon erwähnt ist. Der Artikel zeigt Genus, Numerus und Fall.
- der Tisch
- die Lampe
- das Kind
- Ich sehe den Tisch.
Unbestimmte Artikel: ein, eine
Unbestimmte Artikel benutzt man, wenn man eine Sache zum ersten Mal nennt oder sie nicht genauer bestimmt ist. Im Plural gibt es keinen unbestimmten Artikel.
- ein Mann
- eine Frau
- ein Kind
- Ich kaufe Bücher.
Genus der Nomen: maskulin, feminin, neutral
Jedes deutsche Nomen hat ein grammatisches Genus: maskulin, feminin oder neutral. Das Genus bestimmt Artikel, Pronomen und Adjektivendungen.
- der Kaffee
- die Milch
- das Wasser
Achtung: Lerne Nomen immer mit Artikel: nicht nur "Tisch", sondern "der Tisch".
Pluralbildung der Nomen
Deutsche Plurale haben mehrere Muster: -e, -er, -n/-en, -s oder keine sichtbare Endung; oft kommt ein Umlaut dazu. Der Pluralartikel ist immer "die".
- der Tag – die Tage
- das Kind – die Kinder
- die Frau – die Frauen
- das Auto – die Autos
Nominativ
Der Nominativ markiert meistens das Subjekt des Satzes: die Person oder Sache, die handelt oder beschrieben wird. Nach "sein", "werden" und "bleiben" steht auch die Ergänzung oft im Nominativ.
- Der Mann schläft.
- Die Frau ist Ärztin.
- Das ist ein Problem.
Akkusativ
Der Akkusativ markiert häufig das direkte Objekt: wen oder was eine Handlung betrifft. Viele Verben verlangen ein Akkusativobjekt.
- Ich sehe den Hund.
- Sie kauft einen Kaffee.
- Wir lesen das Buch.
Achtung: Nur der maskuline Artikel ändert sich sichtbar von "der/ein" zu "den/einen".
Dativ auf Grundniveau
Der Dativ markiert oft das indirekte Objekt: wem etwas gegeben, geholfen oder gesagt wird. Er erscheint auch nach vielen festen Präpositionen.
- Ich helfe dem Mann.
- Sie gibt der Frau das Buch.
- Wir fahren mit dem Bus.
Possessivartikel: mein, dein, sein, ihr/Ihr, unser, euer
Possessivartikel stehen vor Nomen und zeigen Zugehörigkeit. Ihre Endung richtet sich nach Genus, Numerus und Fall des Nomens.
- mein Bruder
- meine Schwester
- unser Haus
- Ich sehe deinen Vater.
Demonstrativartikel: dieser, diese, dieses
Demonstrativartikel zeigen auf eine bestimmte Person oder Sache. Sie sind stärker als der normale bestimmte Artikel und werden wie Artikel dekliniert.
- Dieser Mann ist mein Lehrer.
- Diese Tasche ist teuer.
- Ich nehme dieses Buch.
Adjektive als Prädikativ: Das ist schön.
Prädikative Adjektive stehen nach Verben wie "sein", "werden" oder "bleiben". Sie bekommen keine Endung.
- Das ist schön.
- Die Kinder sind müde.
- Der Kaffee bleibt heiß.
Achtung: Nach "sein" bekommt das Adjektiv keine Artikelendung: "Die Stadt ist schön", nicht "schöne".
Adjektive vor Nomen auf Grundniveau
Adjektive vor Nomen bekommen Endungen. Die Endung hängt vom Artikel, Genus, Fall und Numerus ab; auf Grundniveau lernt man zuerst häufige Muster.
- ein guter Film
- eine kleine Wohnung
- das rote Auto
- die neuen Bücher
Komparativ und Superlativ auf Grundniveau
Der Komparativ vergleicht zwei Dinge, der Superlativ zeigt den höchsten Grad. Viele kurze Adjektive bekommen im Komparativ einen Umlaut.
- klein – kleiner – am kleinsten
- gut – besser – am besten
- Berlin ist größer als Bonn.
Zahlen, Uhrzeit und Datum
Zahlen braucht man für Mengen, Preise, Uhrzeiten und Daten. Beim Datum verwendet man Ordinalzahlen mit Endungen.
- Es ist acht Uhr.
- Der Kurs beginnt um halb neun.
- Heute ist der zwanzigste Juni.
Präpositionen mit Akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um
Diese Präpositionen verlangen immer den Akkusativ. Sie drücken Richtung, Zweck, Gegensatz, Fehlen oder Zeit/Ort um etwas herum aus.
- Ich gehe durch den Park.
- Das Geschenk ist für meine Mutter.
- Wir laufen um den See.
Präpositionen mit Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu
Diese Präpositionen verlangen immer den Dativ. Sie sind sehr häufig bei Herkunft, Begleitung, Richtung zu Personen/Orten und Zeitangaben.
- Ich komme aus der Türkei.
- Sie fährt mit dem Zug.
- Wir gehen zu einem Freund.
Wechselpräpositionen auf Grundniveau: in, an, auf, unter, über, vor, hinter, neben, zwischen
Wechselpräpositionen nehmen den Akkusativ bei Richtung/Bewegung und den Dativ bei Position/Ort. Die Leitfragen sind "wohin?" und "wo?".
- Ich gehe in die Küche.
- Ich bin in der Küche.
- Sie legt das Buch auf den Tisch.
Achtung: Richtung = Akkusativ, Position = Dativ: "in die Schule gehen", aber "in der Schule sein".
Modalverben: können, müssen, wollen, dürfen und möchten
Modalverben verändern die Bedeutung des Hauptverbs: Fähigkeit, Pflicht, Wunsch oder Erlaubnis. Das Modalverb wird konjugiert, der Infinitiv steht am Satzende. "Möchten" ist formal der Konjunktiv II von "mögen", wird auf Grundniveau aber oft wie ein Modalverb für höfliche Wünsche gelernt.
- Ich kann Deutsch sprechen.
- Du musst lernen.
- Wir möchten Kaffee trinken.
Imperativ: Komm! Kommen Sie!
Der Imperativ gibt Anweisungen, Bitten oder Warnungen. Es gibt unterschiedliche Formen für du, ihr und Sie.
- Komm bitte!
- Wartet hier!
- Kommen Sie herein!
Perfekt mit haben
Das Perfekt wird in der gesprochenen Sprache häufig für Vergangenes benutzt. Viele transitive und die meisten regelmäßigen Verben bilden es mit "haben" + Partizip II.
- Ich habe gelernt.
- Sie hat einen Film gesehen.
- Wir haben lange gearbeitet.
Perfekt mit sein
Einige Verben bilden das Perfekt mit "sein", besonders Bewegungsverben mit Ortswechsel und Verben der Zustandsänderung.
- Ich bin nach Hause gegangen.
- Sie ist eingeschlafen.
- Wir sind nach Berlin gefahren.
Achtung: Nicht jede Bewegung nimmt "sein": "Ich habe getanzt" beschreibt Aktivität, nicht unbedingt Ortswechsel.
Präteritum von sein und haben
"Sein" und "haben" benutzt man auch in der gesprochenen Sprache sehr oft im Präteritum. Diese Formen sind unregelmäßig und sehr wichtig.
- Ich war müde.
- Wir hatten keine Zeit.
- Warst du gestern zu Hause?
Konnektoren: und, aber, oder, denn, weil
Konnektoren verbinden Wörter, Satzteile oder ganze Sätze. "Und/aber/oder/denn" verbinden Hauptsätze; "weil" leitet einen Nebensatz mit Verb am Ende ein.
- Ich lerne Deutsch und Spanisch.
- Ich komme nicht, denn ich bin krank.
- Ich bleibe zu Hause, weil ich krank bin.
Achtung: Nach "weil" steht das konjugierte Verb am Ende: "weil ich krank bin".